Begriffe aus dem Internet werden hier erklärt!
Es sind 99 Einträge im Lexikon.B
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Backups |
Datensicherung (engl.: Backup [ˈbækʌp]) bezeichnet das teilweise oder gesamte Kopieren der in einem Computersystem vorhandenen Daten auf ein alternatives (häufig transportables) Speichermedium. Sie kann ebenfalls auf einem so genannten Internetspeicher als Online Backup erfolgen. Zur wiederherstellbaren vollständigen Datensicherung ist die Fixierung aller Werte bzw. Daten notwendig. Die auf dem Speichermedium gesicherten Daten werden als Sicherungskopie, oft englisch auch als Backup, bezeichnet. Das Ziel ist es, den Datenverlust bei Systemausfällen zu begrenzen. Die Wiederherstellung einer Sicherungskopie bezeichnet man als Datenwiederherstellung, Datenrücksicherung oder Restore. |
| Benutzer |
Ein Benutzer (auch kurz: Nutzer) ist eine Person, die ein Hilfsmittel zur Erzielung eines Vorteils (eines Nutzens, z. B. zur Zeit- und/oder Kostenverringerung) verwendet. Benutzer ist abzugrenzen von Verwender, Anwender, Teilnehmer und Bediener. Oftmals wird der Begriff im Bereich elektronischer Datenverarbeitungsanlagen verwendet, wobei dort auch der englische Begriff user üblich ist, aber nicht immer korrekt verwendet wird. Benutzer wird häufig fälschlicherweise synonym zu Anwender verwendet. Eine Gleichsetzung ist nur für Privatpersonen korrekt. Diese werden als Endbenutzer definiert. Benutzer sind die tatsächlich (z. B. mit Computern) arbeitenden Menschen, während Anwender Personen und/oder Organisationen sind, die eine Benutzung veranlassen, ohne unbedingt selbst (direkt) Benutzer sein zu müssen. Beispielsweise können Vorgesetzte (= Anwender) Programme einkaufen, die Mitarbeiter (= Benutzer) dann nutzen/benutzen. Die Interessen von Anwendern und Benutzern müssen nicht gleich sein. Nutzer steht im Zusammenhang mit Nutzen und Nützlichkeit, wobei aber allgemein jegliche Benutzung von Programmen oder Spielen am Computer als Benutzung angesehen wird. Nutzer/ Benutzer werden nicht selten durch nicht benutzbare (schlechte) Software beeinträchtigt bzw. behindert. Kriterien für Benutzbarkeit finden sich in der internationalen Norm DIN EN ISO 9241, Teile 10ff (Software-Ergonomie). Die Bezeichnung Bediener oder bedienen ist irreführend, denn eigentlich soll nicht der Benutzer der Software dienen, sondern umgekehrt. In seltenen Zusammenhängen wird der Teil einer Shell, der den Benutzerdialog führt, korrekt als Bediener bezeichnet. Sehr häufig liegt der Anwendung des Begriffs auf einen menschlichen „Bediener“ die Sicht eines institutionellen oder übergeordneten Anwenders zugrunde, dessen Mitarbeiter oder Angestellte für ihn die Bedienung (Betätigung) einzelner Geräte des Anwenders übernimmt. Dabei wird in diesem Begriff von den völlig beliebigen Anlagen und Maschinen, wie Förderanlagen, Kränen, Türöffnern, Fertigungsanlagen, Gabelstaplern, Stellwerken, Überwachungsanlagen, Steuerungsgeräten, Telefonanlagen, Signalanlagen, Buchungsautomaten, Sortiermaschinen, bürotechnischen Geräten, Computern usw., sowie deren jeweiligen Komponenten oder Terminals abstrahiert. In diesem Zusammenhang herrscht in der Regel ein Verhältnis des gegenseitigen Bedienens zwischen menschlichem Bediener und Gerät, zum Beispiel bei der Erfassung von Kundendaten fordert der Mensch den entsprechenden Eingabedialog an, das System (Software und Hardware) „bedient“ ihn mit einer in der Regel verständlichen Eingabemaske, der Mensch „bedient“ das System mit Daten, welche dort eingetragen werden usw. − oder eine Telefonanlage „bedient“ den Menschen mit einem Freizeichen, der „bedient“ die Telefonanlage mit Tastendrücken zur Herstellung einer Verbindung oder zum Auslösen einer Funktion, wie einer Rufumleitung, die Anlage „bedient“ den Menschen wiederum damit, dass diese Umleitung nun für die eingestellte Zeit automatisch erfolgt und sich der Mensch nicht weiter darum kümmern muss. |
| Benutzernamen |
Unter einem Benutzernamen (engl. User name) oder Nickname (engl. „Spitzname, Neckname“, oft kurz Nick) versteht man im heutigen deutschen Sprachgebrauch einen (meist kurzen) Namen, den ein Computernutzer in der Regel über längere Zeit im Internet oder auf LAN-Partys benutzt. Der Benutzername ist meist mit einem Benutzerkonto und daher mit einer Anmeldung verbunden. „Nickname“ hat im deutschen Sprachgebrauch eine andere Bedeutung als „Spitzname“ im Englischen (siehe oben): Er beschränkt sich häufig auf das Internet (womöglich auch auf Dienste ohne festes Benutzerkonto (z. B. IRC)). Zudem hat er oft auch eine persönlichere und informellere Konnotation als der „Benutzername“ und wird vom Benutzer selbst nach eigenen Maßstäben gewählt. Zum Vergleich: Realname ist sein echter Name, etwa in der Form „Vorname Nachname“ oder „Nachname, Vorname“. In einigen Angeboten gibt es einen regen Streit, ob man sich per Realname oder Nickname vorzustellen hat; zuweilen empfiehlt die Netiquette ausdrücklich den Realnamen. Der Realname wird selten auch als Nickname, eher als Benutzername verwendet. Teils spiegelt das die Persönlichkeit oder Vorlieben des Benutzers, vielleicht möchte er sich so eine eigene Identität aufbauen. Auch taucht derselbe Nick oft mit kleinen Variationen auf (Fritz, Fritz_, Fr1tz …). Mit mehreren Nicknames bei verschiedenen Diensten kann jemand unterschiedliche Rollen ausdrücken. |
| Benutzerverwaltung |
Benutzerverwaltung bezeichnet die Arbeiten, die ein Administrator eines EDV-Systems erledigen muss, damit die Benutzer des von ihm betreuten Systems genau die Arbeiten erledigen können, die sie machen sollen und alles andere nicht machen können. Diese Tätigkeiten können auch als Provisioning bezeichnet werden, werden allerdings oft nur als Tagesarbeit des Helpdesks oder des System-Administrators betrachtet. Die Kernaufgaben umfassen u.a.: Benutzernamen vergeben, dabei ein Benutzerkonto eröffnen Initiales Passwort vergeben, und möglichst geheim dem Benutzer mitteilen Rechte auf die Anwendungen zu vergeben, die der Benutzer benötigt Änderungen vorzunehmen an Namen (Heirat etc.) Passwort (wenn der Benutzer es nicht mehr weiß) Zugriff (mehr / weniger / keine Rechte) Stilllegen des Benutzerkontos Löschen des Benutzerkontos Als Benutzerverwaltung kann auch der ganze Komplex dieser Administration bezeichnet werden, wobei die Betrachtung als Prozess zum Identitätsmanagement führt. |
| Bit |
Der Begriff Bit (binary digit) wird in der Informatik, der Informationstechnik, der Nachrichtentechnik sowie verwandten Fachgebieten in folgenden Bedeutungen verwendet: als Bezeichnung für eine Binärziffer (üblicherweise „0“ und „1“). als Maßeinheit für die Datenmenge bei digitaler Speicherung von Daten. Die Datenmenge entspricht in diesem Fall der verwendeten Anzahl von binären Variablen zur Abbildung der Information, kann also nur als ganzzahliges Vielfaches von 1 Bit angegeben werden. als Maßeinheit für den Informationsgehalt (siehe auch Shannon, Nit, Ban). Dabei ist 1 Bit der Informationsgehalt, der in einer Auswahl aus zwei gleich wahrscheinlichen Möglichkeiten enthalten ist. Als Informationsgehalt können auch reellwertige Vielfache von 1 Bit auftreten. |
| Bookmark |
Im Internet versteht man unter einem Lesezeichen einen Link, der von einem Computerprogramm zwecks schnellerem Zugriff auf gewisse häufig besuchte Standorte im PC oder im Internet in einer Lesezeichen-Sammlung verwaltet wird. Meistens sind diese Programme sogenannte Browser. Je nach Programm werden unterschiedliche Bezeichnungen verwendet, meistens Lesezeichen, im Internet Explorer jedoch Favoriten. Bei englischsprachigen Programmen findet sich häufig die englische Entsprechung zum ersten Begriff bookmarks. Lesezeichen helfen eine einmal gefundene Seite auch ohne Suchmaschine wiederzufinden. Erfahrene Internetanwender sammeln Lesezeichen und kommen so häufig auf tausende von Einträgen. In Unternehmen gehören Lesezeichen zum Link Management. Viele Webbrowser, darunter Mozilla und Lynx, verwalten Lesezeichen in einer HTML-Datei (meistens kein reines HTML, sondern mit speziellen Erweiterungen). Opera verwendet eine speziell formatierte Textdatei. Bei den Favoriten des Internet Explorer wird pro Eintrag eine eigene Datei in Unterordnern im Dateisystem abgelegt. Oft wird in den Lesezeichen neben dem Titel der Seite auch ihr Favicon angezeigt, um sie schneller finden zu können. Weiterhin existiert die Möglichkeit, über sogenannte Bookmarklet, Javascript-Anweisungen als Lesezeichen abzuspeichern. Dynamische Lesezeichen (Englisch: Live Bookmark) sind eine Spezialität des Webbrowsers Firefox und des Browsers Safari. Mit ihrer Hilfe lassen sich RSS-Feeds als Lesezeichen ablegen. Die Schlagzeilen werden dabei bei jedem Browser-Start neu geladen und die betroffenen Lesezeichen automatisch aktualisiert. Soziale Lesezeichen oder auch social bookmarks werden die Lesezeichen genannt, die öffentlich verwaltet werden. Neben der Webseite werden die Lesezeichen oft als abonnierbare Liste (meistens als RSS-Feed) publiziert. |
| Browser |
Webbrowser, oder allgemein auch Browser (engl., deutsche Aussprache [ˈbraʊ̯za]) genannt, für „Durchstöberer“, „Blätterer“ sind spezielle Computerprogramme zum Betrachten von Webseiten im World Wide Web. Das Durchstöbern des World Wide Webs beziehungsweise das aufeinanderfolgende Abrufen beliebiger Hyperlinks als Verbindung zwischen Webseiten mit Hilfe solch eines Programms wird auch als Internetsurfen bezeichnet. Neben HTML-Seiten können sie verschiedene andere Arten von Dokumenten anzeigen. Webbrowser stellen die Benutzeroberfläche für Webanwendungen dar. Die verbreitetsten Webbrowser sind Windows Internet Explorer, Firefox, Safari, Opera und Google Chrome Ursprünglich bezeichnete der aus dem Englischen entlehnte Begriff browsen (engl. to browse „stöbern, sich umsehen, schmökern“) am Computer lediglich das Nutzen von Navigationselementen (Vor, Zurück, Index etc.) zum Lesen von Texten bzw. Textdateien. Erweitert wurde dieser Begriff später durch das Aufkommen von Hypertext, bei dem man bestimmte, als Querverweis (auch „Hyperlinks“ genannt) wirkende Wörter auswählen kann, um zu einem anderen Text zu gelangen. Später kamen dann Funktionen zur Anzeige von Bildern dazu und auch sogenannte verweissensitive Grafiken, bei denen man auf einer Computergrafik einen Bereich (zum Beispiel bei einer Weltkarte) anklickt und dadurch zu einer verlinkten Textseite (zum Beispiel über ein bestimmtes Land) gelangt. |
| Bug |
Ein Programmfehler oder Softwarefehler, häufig auch im Deutschen mit dem englischen Wort Bug (genau genommen Wanze, im erweiterten Sinne auch für jedes andere Insekt; Aussprache [bʌg]) bezeichnet, ist ein Ausdruck aus dem EDV-Bereich. Ein Fehler tritt in Computerprogrammen auf, wenn der Programmierer einen bestimmten Zustand in der Programmlogik nicht berücksichtigt hat, oder wenn die Laufzeitumgebung an sich fehlerhaft arbeitet. Auch Unvollständigkeit, Ungenauigkeiten, Mehrdeutigkeiten o. ä. in der Spezifikation des Programms können zu Fehlern führen, bzw. als solche interpretiert werden. Es gibt eine Regel, nach der ein Computerprogramm ab einer bestimmten Größe immer auch Programmfehler beinhaltet. Programmierfehler lassen sich auch bei sorgfältigster Programmierung nicht vermeiden. Man schätzt, dass pro 1000 Zeilen Code im Mittel etwa zwei Fehler auftreten. Die Anzahl von Fehlern zur Lebenszeit eines komplexen Systems verhält sich nach der sogenannten Badewannenkurve. Diese besagt, dass für neue Produkte auch die Zahl der Fehler hoch ist. Die Fehler werden zum Großteil behoben, wonach eine Phase mit wenig Fehlern erreicht wird. Gegen Ende der Nutzungszeit steigt die Zahl der Fehler wieder an, was erheblich zur Softwarealterung beiträgt. Um Fehler in Programmen besser verstehen zu können, gibt es Programme, sogenannte Debugger, mit denen man ein Programm, welches man analysiert, schrittweise ablaufen und sich dabei sämtliche internen Zustände (Variablen) des Programms anzeigen lassen kann. So genannte Bug-Tracker (wie Bugzilla oder Mantis) dienen der Erfassung und Dokumentation von Fehlerberichten. Daneben nehmen sie auch Verbesserungsvorschläge und Wünsche der Nutzer oder allgemeine Vorgänge auf Das Wort „Bug“ wurde schon im 19. Jahrhundert für kleine Fehler in mechanischen und elektrischen Teilen verwendet. Knistern und Rauschen in der Telefonleitung würde z. B. daher rühren, dass kleine Tiere („Bugs“ (engl: Wanze)) an der Leitung knabbern. Thomas Edison hat 1878 an seinen Freund Tivadar Puskás (dem Erfinder der Telefonzentrale und Gründer einer Telefonzeitung) einen Brief über die Entwicklung seiner Erfindungen geschrieben, in dem er kleine Störungen und Schwierigkeiten als „Bugs“ bezeichnete („… that ‚Bugs‘ – as such little faults and difficulties are called – show themselves…“). Die Erfindung des Begriffs in Bezug auf Computer geht möglicherweise auf die Computerpionierin Grace Hopper zurück.[1] Sie verbreitete die Geschichte, dass am 9. September 1945 eine Motte in einem Relais des Computers Mark II Aiken Relay Calculator zu einer Fehlfunktion führte. Die Motte wurde entfernt und in das Logbuch mit den Worten „First actual case of bug being found.“ („Das erste Mal, dass tatsächlich ein ‚Käfer‘ gefunden wurde.“) geklebt. Die Legende von der Begriffsfindung hält sich hartnäckig, obwohl die Logbuch-Eintragung gerade auf die frühere Verwendung des Begriffs hinweist. Zudem irrte Grace Hopper sich hinsichtlich des Jahres: Der Vorfall ereignete sich tatsächlich am 9. September 1947. Die entsprechende Seite des Logbuchs wurde bis Anfang der 1990er Jahre am Naval Surface Warfare Center Computer Museum der US-Marine in Dahlgren, Virginia, aufbewahrt. Zur Zeit befindet sich diese Logbuch-Seite mit der Motte am Smithsonian Institute. |
| Byte |
Das Byte [baɪt] ist ein Mengen-Begriff aus der Digitaltechnik und Informatik, der für eine Zusammenstellung von mehreren (heute fast immer 8) Bit steht. Um ausdrücklich auf eine Anzahl von 8 Bit hinzuweisen, wird auch die Bezeichnung Oktett verwendet. In der elektronischen Datenverarbeitung nennt sich die kleinstmögliche Speichereinheit Bit. Ein Bit kann zwei mögliche Zustände annehmen, die meist als „Null“ und „Eins“ bezeichnet werden. Acht solcher Bits werden zu einer Einheit – sozusagen einem Datenpäckchen – zusammengefasst und allgemein Byte genannt. Die offizielle ISO-konforme Bezeichnung lautet dagegen Oktett: 1 Oktett = 1 Byte = 8 Bit. Das Byte ist die Standardeinheit, um Speicherkapazitäten oder Datenmengen zu bezeichnen. Dazu gehören Dateigrößen, die Kapazität von permanenten Speichermedien (Festplatten, CDs, DVDs, Blu-Ray Discs, Disketten, USB-Massenspeichergeräte usw.) und die Kapazität von vielen flüchtigen Speichern (z. B. Arbeitsspeicher). Übertragungsraten (z. B. die maximale Geschwindigkeit eines Internet-Anschlusses) gibt man dagegen üblicherweise auf der Basis von Bits an. |
