Begriffe aus dem Internet werden hier erklärt!
Es sind 99 Einträge im Lexikon.Alle
| Begriff | Definition |
|---|---|
| Logout |
Als Logout (Benutzerabmeldung, auch Log-Out, Logoff, Log-Off, Sign-Off usw.) bezeichnet man den Vorgang, sich bei einem Computersystem als Benutzer abzumelden (neudeutsch auszuloggen). Gewöhnlich dient der Vorgang dazu, dem System mitzuteilen, dass kein legitimierter Benutzer mehr anwesend ist und stellt das Ende einer Sitzung dar. Der umgekehrte Vorgang, der des Anmeldens wird als Login (Benutzeranmeldung) bezeichnet. Neben einem expliziten Abmelden kann der Abmeldevorgang auch zeitgesteuert, z. B. nach einer gewissen Zeit der Inaktivität erfolgen. Bei passwortgeschützten Webseiten dient eine Logout-Funktion dazu, sitzungsspezifische Daten (Cookies) zu löschen und gibt dem Benutzer mehr Sicherheit, speziell in Umgebungen mit wechselnden Benutzern (Internetcafés). |
| Mails |
Die (auch das) E-Mail [ˈiːmeɪl] (kurz Mail; von englisch: „electronic mail“; zu Deutsch: „die elektronische Post“ oder „der elektronische Brief“) bezeichnet eine auf elektronischem Weg in Computernetzwerken übertragene, briefartige Nachricht. Eindeutschungen wie „E-Brief“, „E-Post“ oder „Netzbrief“ sind weniger verbreitet. E-Mail wird – noch vor dem World Wide Web – als wichtigster und meistgenutzter Dienst des Internets angesehen. Allerdings ist seit ca. 2002 über die Hälfte und seit 2007 mehr als 90 % des weltweiten E-Mail-Aufkommens auf Spam zurückzuführen. Geschichte: Als Erfinder der elektronischen Post gilt der Computertechniker Ray Tomlinson. Erste Tests erfolgten 1971, und gegen Ende (November oder Dezember) 1971 hatten die von ihm entwickelten Programme (SNDMSG/READMAIL) Premiere. Der damals beim privaten Forschungsunternehmen BBN (Bolt, Beranek and Newman) in Cambridge, Massachusetts, mit dem Aufbau des ARPANET beschäftigte Erfinder kann aber nach eigenen Angaben nicht mehr genau sagen, was der Inhalt der ersten Botschaft war. Die erste Buchstabenreihe einer amerikanischen Computertastatur „QWERTYUIOP“ sei aber sehr wahrscheinlich. Parallel zum Internet entwickelten sich zu Beginn der 1980er Jahre in den meisten Netzwerken Systeme, mit denen sich Nachrichten übertragen ließen. Dazu gehörten unter anderem Mailbox-Systeme, X.25, Novell und BTX. Diese Systeme wurden Mitte der 1990er durch die Verbreitung des Internet stark verdrängt. Aus dieser Zeit, nämlich aus dem Jahr 1982, stammt auch das Protokoll RFC 822, das erstmals das Format von Textnachrichten im Arpanet definierte. RFC 822 wurde im Jahr 2001 durch RFC 2822 ersetzt, das wiederum im Jahr 2008 durch RFC 5322 ersetzt wurde. In Deutschland wurde am 2. August 1984 die erste Internet-E-Mail empfangen: Werner Zorn von der Universität Karlsruhe (TH) empfing unter seiner Adresse „zorn@germany“ eine Grußbotschaft der US-amerikanischen Plattform CSNET zur elektronischen Kommunikation von Wissenschaftlern. |
| Marketingmaßnahme |
Marketing (engl. marketing: auf den Markt bringen, Vermarktung, veraltet Absatzwesen), bezeichnet die Ausrichtung der Unternehmensentscheidungen auf den Markt. Einem aktivem Marketing kommt besonders bei Käufermärkten mit der Bedingung Angebot > Nachfrage im Gegensatz zur Orientierung an früher verfolgten rein unternehmensinternen Zielen und Gegebenheiten wie z. B. Produktionskapazitäten eine erhöhte Bedeutung zu. Auch außerhalb der Unternehmenswelt nutzen mittlerweile Non-Profit-Organisationen („Non-Profit-Marketing”) Marketingtechniken. Daneben werden unter Marketing auch alle Tätigkeiten wie Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle auf gegenwärtige und zukünftige Absatzmärkte ausgerichtete Unternehmensaktivitäten verstanden. Marketing wird so zur zentralen betriebswirtschaftlichen Funktion in einem marketing-orientierten Unternehmen. Im Marketing-Mix werden die langfristig geplanten Vorgaben in konkrete Aktionen umgesetzt, betreffend Produkt, Preis, Kommunikation und Distribution. In der Praxis wird Werbung und Public Relations (PR, Öffentlichkeitsarbeit) oft mit „Marketing” gleichgesetzt. Auch vertriebliche Aktivitäten werden eleganter mit „Marketing” bezeichnet. Aus marketing-theoretischer Sicht werden diese allerdings im Kommunikations- bzw. Distributionsteil des Marketing-Mix eingeordnet. |
| META-TAG |
Die Metadaten werden im Kopf-Bereich eines HTML-Dokuments, also im head-Element, notiert. Es existieren verschiedene Metadaten-Schemata, teils von Institutionen oder Gremien erarbeitet (zum Beispiel Dublin Core), teils aber auch wild gewachsene Arten wie Einträge der Erzeuger-Software (zum Beispiel Hersteller und Version). Die wenigsten dieser Metainformationen werden von User Agents (zum Beispiel Browsern oder Suchrobotern) interpretiert. Die Beachtung durch den User Agent ist, wie bei allen HTML-Elementen, von den Fähigkeiten und der Konfiguration desselben abhängig. Metadaten sollen vor allem die Durchsuchbarkeit des World Wide Web bzw. einer einzelnen Webpräsenz verbessern. Außerdem lassen sich mithilfe von Metadaten spezielle Anweisungen zur Steuerung der Suchroboter von Suchmaschinen notieren. Einst galten Metadaten als Geheimwaffe, um bei einer Suchmaschine möglichst weit oben gelistet zu werden. Die Metadaten wurden daher lange missbraucht, um irreführende Schlagwörter anzugeben (vgl. Keyword-Stuffing). Mittlerweile legen die Suchmaschinen wieder mehr Wert auf den eigentlichen Textinhalt einer Webseite, den auch der Leser im Browser wahrnimmt, und ignorieren Meta-Angaben weitestgehend bzw. lassen diese nicht mehr in das Ranking der Seite einfließen. Im Web finden sich unzählige „Meta-Tag-Generatoren“, die jedoch mit zumeist veralteten oder inflexiblen Zusammenstellungen von Meta-Angaben arbeiten und damit nur für wenige Anwendungsfälle geeignet sind. Beispiele Seitenbeschreibung Kurze Beschreibung oder Abstract des Inhalts der Webseite.
Stichwörter Nennt Stichwörter oder Themen, die auf der Webseite vorkommen bzw. behandelt werden. Die Stichwörter werden durch Kommata voneinander getrennt, zur Verbesserung der Menschenlesbarkeit wird nach dem Komma oft ein Leerzeichen eingefügt.
Autor Name des Autors und damit inhaltlich Verantwortlichen.
Anweisungen für Suchroboter Alternativ kann auch: verwendet bzw. auf den Code ganz verzichtet werden. Der Suchroboter soll die Webseite ausdrücklich in den Suchmaschinen-Index aufnehmen, damit sie auffindbar ist, und den Hyperlinks auf der Seite folgen. Diese Angabe ist im Allgemeinen unnötig, da sie dem normalen Verhalten der meisten Webcrawler entspricht. Der Suchroboter soll die Webseite nicht in den Index aufnehmen. Die Webseite soll also nicht über Suchmaschinen auffindbar sein. Siehe auch: Robots Exclusion Standard. Der Suchroboter darf die Webseite zwar aufnehmen, aber soll den Hyperlinks auf der Seite nicht folgen. Die Wirkung ist so, als wären die Links auf der betreffenden Seite gar nicht vorhanden. Derselbe Effekt lässt sich auch für einzelne Links erreichen, indem diese um das Attribut rel="nofollow" ergänzt werden. (siehe nofollow) Die Suchmaschine soll auf der Ergebnisseite nicht die Beschreibungstexte des Open Directory Projects verwenden – sofern die Seite dort eingetragen ist –, sondern wie bei nicht eingetragenen URLs einen Ausschnitt der Seite selbst (sog. „Snippet“) anzeigen. Diese Anweisung wird von Google und MSN Search unterstützt. Die Suchmaschine soll auf der Ergebnisseite nicht die Beschreibungstexte aus dem Yahoo-Verzeichnis verwenden – sofern die Seite dort eingetragen ist –, sondern wie bei nicht eingetragenen URLs einen Ausschnitt der Seite selbst . Diese Anweisung wird von nur von Yahoo (Robot: Slurp) unterstützt.
Äquivalente zu HTTP-Kopfdaten Angabe des MIME-Type (im Beispiel text/html) und der verwendeten Zeichenkodierung (im Beispiel UTF-8) des Dokuments.
Weiterleitung durch „refresh“ |
| Multimedia |
Der Begriff Multimedia bezeichnet Inhalte und Werke, die aus mehreren, meist digitalen Medien bestehen: Text, Fotografie, Grafik, Animation, Audio und Video. |
| Newsgroup |
Newsgroups /ˈnjuːzˌgruːps/ (engl., „Nachrichtengruppe“) sind virtuelle Diskussionsforen im Internet (früher auch abseits des Internets in selbstständigen (Mailbox-) Netzen), in denen zu einem umgrenzten Themenbereich Textbeiträge (auch Nachrichten, Artikel oder Postings genannt) ausgetauscht werden. Veröffentlicht ein Benutzer einen Artikel in einer Newsgroup, so wird dieser an einen Newsserver gesendet. Dieser kann den Artikel dann seinen Benutzern zur Verfügung stellen und an andere Server weiterleiten, die ihn wiederum ihren Benutzern zur Verfügung stellen. Technisch wird für Newsgroup-Beiträge das Format von E-Mails verwendet, wobei lediglich einige weitere Typen von Header-Zeilen eingeführt wurden. Weltweit existieren seit Jahrzehnten verschiedene News-Systeme. Das bekannteste ist dabei das Usenet, das eine Vielzahl von Newsservern weltweit verbindet. Oft sind Newsgroups aber auch rein regional verteilt, oder sie werden in Intranets zur Verfügung gestellt. Dabei kommt häufig das Protokoll NNTP zum Einsatz, in früheren Zeiten vor allem UUCP. Zugriff auf Newsgroups erfolgt über spezielle Computerprogramme, die man Newsreader nennt, oder über Webschnittstellen wie Google Groups. Oft sind Newsreader als Teilprogramm in allgemeinen E-Mail-Programmen enthalten. Eine Newsgroup wird durch einen Namen gekennzeichnet, der im Usenet hierarchisch aufgebaut ist. Außerdem besitzt sie meist eine Kurzbeschreibung, englisch (und im engeren Sinne technisch) Tagline genannt, die von vielen Newsreadern angezeigt werden kann. Eine längere Beschreibung findet sich in der optional vorhandenen Charta. |
| Newsletter |
Als Newsletter [ˈnuːzˌlɛtɚ] (engl. für Mitteilungsblatt, Verteilernachricht oder Infobrief) wird ein (meist elektronisches) Rundschreiben, ein Rundsenden, bezeichnet. Newsletter werden durch Kirchen, Vereine, Verbände und Unternehmen herausgegeben, um ihre Mitglieder, Kunden oder Mitarbeiter über interessante Neuigkeiten zu informieren. Manche Newsletter sind kostenpflichtig und werden ausschließlich an Abonnenten versandt. |
| Nickname |
Unter einem Benutzernamen (engl. User name) oder Nickname (engl. „Spitzname, Neckname“, oft kurz Nick) versteht man im heutigen deutschen Sprachgebrauch einen (meist kurzen) Namen, den ein Computernutzer in der Regel über längere Zeit im Internet oder auf LAN-Partys benutzt. Der Benutzername ist meist mit einem Benutzerkonto und daher mit einer Anmeldung verbunden. „Nickname“ hat im deutschen Sprachgebrauch eine andere Bedeutung als „Spitzname“ im Englischen (siehe oben): Er beschränkt sich häufig auf das Internet (womöglich auch auf Dienste ohne festes Benutzerkonto (z. B. IRC)). Zudem hat er oft auch eine persönlichere und informellere Konnotation als der „Benutzername“ und wird vom Benutzer selbst nach eigenen Maßstäben gewählt. Zum Vergleich: Realname ist sein echter Name, etwa in der Form „Vorname Nachname“ oder „Nachname, Vorname“. In einigen Angeboten gibt es einen regen Streit, ob man sich per Realname oder Nickname vorzustellen hat; zuweilen empfiehlt die Netiquette ausdrücklich den Realnamen. Der Realname wird selten auch als Nickname, eher als Benutzername verwendet. Teils spiegelt das die Persönlichkeit oder Vorlieben des Benutzers, vielleicht möchte er sich so eine eigene Identität aufbauen. Auch taucht derselbe Nick oft mit kleinen Variationen auf (Fritz, Fritz_, Fr1tz …). Mit mehreren Nicknames bei verschiedenen Diensten kann jemand unterschiedliche Rollen ausdrücken. |
| Offline |
Als offline wird der Zustand bezeichnet, in dem ein Gerät, das über eine Kommunikationsschnittstelle verfügt, nicht bereit ist, Daten über diese Schnittstelle zu empfangen oder zu senden. Das Gegenteil davon ist online. Der Begriff Offline-Zeit wird üblicherweise auf (meist kostenpflichtige) Internetverbindungen angewendet, um den Zeitraum zu beschreiben, der keine Kosten verursacht. Ein typisches Beispiel für eine Anwendung, die überwiegend offline arbeitet, sind E-Mail-Programme, die während einer kurzen Verbindungszeit die eingetroffenen E-Mails abholen und neu erstellte versendet. Die Hauptarbeit – das Lesen und Erstellen – kann während der Zeit ohne Verbindung erledigt werden. Ähnlich arbeiten auch Feedreader und Offlinebrowser. Ein weiteres Beispiel ist die Erstellung von Ablaufprogrammen für Anlagen bzw. Maschinen während diese arbeiten. Dabei wird das Programm auf einem externen Rechner eventuell auch unter Verwendung von 3D-CAD-Daten offline erstellt und getestet, um zu einem späteren Zeitpunkt (während eines Service oder Bauteilwechsels) wieder eingespielt zu werden. Als offline werden im Neudeutschen auch Menschen bezeichnet, die gerade nicht über einen Instant Messenger o.ä. via Internet erreichbar sind. Offline können auch Websites sein, die ihren Dienst einstellen müssen. Ebenfalls als offline bezeichnet werden u.A. auf der lokalen Festplatte gespeicherte Dateien (insbesondere, wenn diese nicht über das Netzwerk anderen Rechnern zur Verfügung gestellt werden) sowie Hardcopys (z.B. Ausdrucke). |
| Online |
Online (von Englisch on = auf, line = Leitung; zu Deutsch im Netz) bezeichnet allgemein die aktive Verbindung eines Objekts mit einem elektrisch oder elektronisch betriebenen Netzwerk, insbesondere dem World Wide Web bzw. Internet. |
| Online Geschäft |
Der Onlineshop stellt Waren und digitale Produkte im Internet zum Verkauf bereit. Dabei handelt es sich bei einem Shopsystem grundsätzlich um Software mit einer Warenkorbfunktionalität. Der Käufer wählt das Produkt aus und legt es in den Warenkorb. Hinter einem E-Shop steht ein physisches Geschäft, das die Bestellung abwickelt. Es gibt diverse E-Shop-Software für diesen Verkaufskanal. Moderne Onlineshops bieten dem User nicht nur die Möglichkeit das Produkt zweidimensional zu betrachten und ein paar technische Daten zu lesen. Im Bereich hochwertiger Konsumgüter werden mitunter auch dreidimensionale Produktabbildungen visualisiert. Die Wahrnehmung des Kunden soll möglichst nah an die Realität geführt werden. Hierzu finden häufig auch Sound-Animationen Anwendung sowie Konfigurationsprogramme, mit denen das Produkt in Farbe, Ausstattung und Design oft an die individuellen Vorstellungen des Kunden angepasst werden kann. Der Hersteller bzw. Anbieter gewinnt auf diese Weise zusätzlich wertvolle Informationen über Kundenpräferenzen. Besonders bekannte Formen des Internethandels sind Buch- und Musikversand und Internetauktionen. Im Zuge des Internetbooms gegen Ende des 20. Jahrhunderts gewannen Onlineshops immer mehr an Bedeutung. Internethändler haben den Vorteil, dass sie keinen physischen Verkaufsraum brauchen, dieser steht virtuell als Website zur Verfügung. Auch brauchen Onlineshops häufig keinen oder nur wenig Lagerraum, da sie eine Lieferung oft direkt vom Erzeuger veranlassen (Drop Shipping) bzw. die Waren je nach Bedarf bestellen können. Die eingesparten Festkosten lassen sich dann an den Verbraucher weitergeben. Sogar Internetbuchhändler, die in Deutschland der Buchpreisbindung unterliegen, welche Rabattaktionen verbietet, haben den Vorteil durch die Übernahme der Versandkosten dem Kunden bei gleichem Preis den Gang zum Buchladen zu ersparen. Hier spricht man vom klassischen Versandhandel. Bei digitalen Produkten wie Musikdateien, Software oder Onlinebüchern kann der Kunde nach dem Kauf das Produkt direkt herunterladen. Der physische Versand entfällt in dem Fall und der Kunde kann seinen Einkauf sofort nutzen. Gewinner dieses Trends sind neben den Onlineshops vor allem Logistikunternehmen und Zustelldienste, während Klein- und Einzelhändler oft die Verlierer solchen Wandels sind. Auch die IT-Branche profitiert indirekt durch höhere Auftragszahlen für die technische Bereitstellung und Wartung der Onlineshops vom Wachstum des Internethandels. Der Einzelhandel muss nicht mehr der Verlierer dieser Entwicklung sein. Es gibt allmählich virtuelle regionale Marktplätze, die den Vorteil des regionalen Einzelhandels nutzen: Die schnellen Lieferzeiten. |
| Onlineshop |
Der Onlineshop stellt Waren und digitale Produkte im Internet zum Verkauf bereit. Dabei handelt es sich bei einem Shopsystem grundsätzlich um Software mit einer Warenkorbfunktionalität. Der Käufer wählt das Produkt aus und legt es in den Warenkorb. Hinter einem E-Shop steht ein physisches Geschäft, das die Bestellung abwickelt. Es gibt diverse E-Shop-Software für diesen Verkaufskanal. Moderne Onlineshops bieten dem User nicht nur die Möglichkeit das Produkt zweidimensional zu betrachten und ein paar technische Daten zu lesen. Im Bereich hochwertiger Konsumgüter werden mitunter auch dreidimensionale Produktabbildungen visualisiert. Die Wahrnehmung des Kunden soll möglichst nah an die Realität geführt werden. Hierzu finden häufig auch Sound-Animationen Anwendung sowie Konfigurationsprogramme, mit denen das Produkt in Farbe, Ausstattung und Design oft an die individuellen Vorstellungen des Kunden angepasst werden kann. Der Hersteller bzw. Anbieter gewinnt auf diese Weise zusätzlich wertvolle Informationen über Kundenpräferenzen. Besonders bekannte Formen des Internethandels sind Buch- und Musikversand und Internetauktionen. Im Zuge des Internetbooms gegen Ende des 20. Jahrhunderts gewannen Onlineshops immer mehr an Bedeutung. Internethändler haben den Vorteil, dass sie keinen physischen Verkaufsraum brauchen, dieser steht virtuell als Website zur Verfügung. Auch brauchen Onlineshops häufig keinen oder nur wenig Lagerraum, da sie eine Lieferung oft direkt vom Erzeuger veranlassen (Drop Shipping) bzw. die Waren je nach Bedarf bestellen können. Die eingesparten Festkosten lassen sich dann an den Verbraucher weitergeben. Sogar Internetbuchhändler, die in Deutschland der Buchpreisbindung unterliegen, welche Rabattaktionen verbietet, haben den Vorteil durch die Übernahme der Versandkosten dem Kunden bei gleichem Preis den Gang zum Buchladen zu ersparen. Hier spricht man vom klassischen Versandhandel. Bei digitalen Produkten wie Musikdateien, Software oder Onlinebüchern kann der Kunde nach dem Kauf das Produkt direkt herunterladen. Der physische Versand entfällt in dem Fall und der Kunde kann seinen Einkauf sofort nutzen. Gewinner dieses Trends sind neben den Onlineshops vor allem Logistikunternehmen und Zustelldienste, während Klein- und Einzelhändler oft die Verlierer solchen Wandels sind. Auch die IT-Branche profitiert indirekt durch höhere Auftragszahlen für die technische Bereitstellung und Wartung der Onlineshops vom Wachstum des Internethandels. Der Einzelhandel muss nicht mehr der Verlierer dieser Entwicklung sein. Es gibt allmählich virtuelle regionale Marktplätze, die den Vorteil des regionalen Einzelhandels nutzen: Die schnellen Lieferzeiten. |
| Optimierung |
Suchmaschinenoptimierung oder Search Engine Optimization (SEO) ist ein Fachbegriff für Maßnahmen, die dazu dienen, dass Webseiten auf den Ergebnisseiten von Suchmaschinen auf höheren Plätzen erscheinen. Arbeitsweise Suchmaschinenoptimierung berücksichtigt die Vorgehensweise, nach der Webcrawler verschiedener Suchmaschinen Webseiten suchen, deren Inhalte lesen und verarbeiten, nach welchen Kriterien diese bewertet und wie Suchergebnisse zusammengestellt und sortiert werden (Suchmaschinenranking). Die Arbeitsweise der Sortieralgorithmen wird von den Betreibern der Suchmaschinen geheim gehalten und häufig geändert, um Missbrauch zu erschweren und dem Benutzer nur wirklich relevante Ergebnisse zu liefern. Auf sie muss deshalb indirekt durch die Analyse der Suchergebnisse geschlossen werden. Das Aufsuchen und Einlesen der Inhalte von Webseiten folgt dagegen bekannten HTML-Standards des Web, deren Einhaltung bei der Erstellung von Webseiten den ersten und wesentlichen Schritt einer Optimierung darstellt. Ein weiterer Schritt ist die Auswahl der geeigneten Suchbegriffe. Hierzu kann man sich frei verfügbarer Datenbanken, wie einer Keyword-Datenbank oder dem MetaGer Web-Assoziator, bedienen. Die Metatags, welche man im Headbereich einer Homepage einarbeiten kann, verlieren dabei immer mehr an Bedeutung. Um korrekte Suchergebnisse gewährleisten zu können, werden diese von großen Suchmaschinen wie Google kaum noch beachtet. Allein die Meta-Description wird noch zur Anzeige unterhalb des verlinkten Titels in den Suchergebnisseiten (SERPS) genutzt. Wichtig ist viel Text in der betreffenden Internetpräsenz, um möglichst viele Keywordphrasen gewährleisten zu können. Besonders bedeutsam sind außerdem die Wörter, die im Seitentitel (Title-Tag), in ausgewiesenen Überschriften (H1-, H2-Tags usw.), in Textlinks (auch solchen, die auf die betreffende Seite verweisen) sowie innerhalb der URL vorkommen. Traditionelle Suchmaschinenoptimierung Bei der traditionellen Suchmaschinenoptimierung wird üblicherweise eine Seite für ein oder zwei Suchwörter optimiert. Oft wird auch eine umfangreiche Seite in mehrere Einzelseiten aufgeteilt, um diese für verschiedene Suchbegriffe zu optimieren. Dabei werden die Suchwörter mit den entsprechenden Inhalten kombiniert. Dieser (klassische) Bereich zählt zur so genannten „OnPage-Optimierung“; dies bezeichnet alle Methoden und Möglichkeiten, die am Inhalt und der Struktur einer Website durchgeführt werden können. Mittlerweile genügt es nicht mehr alleine, die Relevanz von Webseiten zu erhöhen. Ein gutes Listing und eine gute Sichtbarkeit in Suchmaschinen sowie die Quantität und Qualität der eingehenden Links auf eine Website (Backlinks) sollten mit in Betracht gezogen werden. Diesen Bereich der Suchmaschinenoptimierung nennt man „OffPage-Optimierung“ und wird insbesondere bei der Redaktionellen Suchmaschinenoptimierung verwendet. Um Websites auf ihr Potenzial hin zu untersuchen, können kostenlose Online-Tools genutzt werden. Oftmals genügen kleine Veränderungen, um sich in Suchmaschinen auf einer viel besseren Platzierung wiederzufinden. Ethik der Suchmaschinenoptimierung Methoden, die nicht relevante Webseiten auf vordere Plätze der Ergebnisseiten von Suchmaschinen bringen, werden als Suchmaschinen-Spamming bezeichnet; sie verstoßen gegen Regeln, die Suchmaschinen zum Schutz vor Manipulationen ihrer Suchergebnisse aufstellen. So ist es möglich, automatisierte Umleitungen einzurichten, die speziell für Suchmaschinen erstellte Textseiten enthalten. Diese Methode, mit so genannten Brückenseiten zu arbeiten, widerspricht jedoch den Richtlinien der meisten Suchmaschinen. Fälle, die von den Suchmaschinenbetreibern aufgedeckt werden, haben oftmals den Bann der betreffenden Seite zur Folge, d.h. die betreffenden Zielseiten werden aus dem Suchindex ausgeschlossen. So musste BMW Anfang 2006 kurzfristig hinnehmen, dass das Internetangebot des Automobilkonzernes komplett aus Google entfernt wurde, weil eine Reihe von automatisch weiterleitenden Brückenseiten erstellt wurden.[1] Nachdem BMW die beanstandeten Seiten entfernt hatte, wurde bmw.de wieder in den Google-Index aufgenommen.[2] Ethische Suchmaschinenoptimierung (engl. white hat search engine optimization) vermeidet Spamming. Sie verzichtet auf unerwünschte Praktiken wie den Einsatz von Brückenseiten oder einer Linkfarm und befolgt die Direktiven der einzelnen Suchmaschinen. Dadurch wird das Risiko eines Ausschlusses oder der Herabstufung in den Suchergebnisseiten vermieden. Grenzen der Suchmaschinenoptimierung Rein grafisch orientierte, mit Filmen, Bildern und grafisch eingebetteten Texten gestaltete Seiten, wie es z.B. die Programmierung in Flash ermöglicht, bieten den Suchmaschinen kaum auswertbaren Textcode. Die Programmierung einer Webseite ausschließlich in Flash empfiehlt sich daher aus Sicht der Suchmaschinenoptimierung nicht. Von den Suchmaschinenbetreibern wird jedoch daran gearbeitet, reine Flash-Seiten zu durchsuchen und in den Index aufzunehmen. |
| Passwort |
Ein Kennwort, auch Passwort (engl.: password), Passphrase, Schlüsselwort, Codewort (auch: Kodewort), Losung, Losungswort oder Parole (von ital.: la parola; deutsch: „das Wort“) genannt, dient zur Authentifizierung und eindeutigen Identifizierung. Hierzu wird eine Information benutzt, die als „Ausweis“ dient und möglichst unverwechselbar die eigene Identität bestätigt. Die Authentizität des sich so Ausweisenden bleibt nur so lange gewahrt, wie das Kennwort geheim bleibt, das heißt, es nicht Dritten bekannt wurde. Etwas präziser spricht man in diesem Zusammenhang auch von einem statischen Kennwort, da es (innerhalb eines begrenzten Zeitraums) unverändert immer wieder gebraucht wird. Im Gegensatz dazu gibt es Einmalkennwörter, die nur ein einziges Mal zur Identifizierung verwendet werden können und danach sofort verfallen (ungültig werden). Zur erneuten Authentifizierung muss dann ein neues (dynamisches) Kennwort benutzt werden. Für ein Kennwort, welches aus mehreren Wörtern besteht, sind die Bezeichnungen Kennwortsatz oder Kennsatz üblich. Speziell im Zusammenhang mit der Software PGP werden diese auch als Mantra (engl.: passphrase) bezeichnet. Prinzipiell handelt es sich hierbei jedoch nur um ein Kennwort im etwas allgemeineren Sinne, das auch Leerzeichen enthält. |
| Postmaster |
Im Bereich Computer und Technologie wird Postmaster als Bezeichnung für den Administrator eines E-Mail-Servers verwendet. Nach dem RFC 2142 wird von jeder Domain, die das SMTP-Protokoll unterstützt, verlangt, eine Adresse postmaster@example.org anzubieten (Role-Account), an welche die Fehlermeldungen von E-Mails weitergeleitet werden. Damit ist diese Funktion auch für Spam-Versender attraktiv. Allerdings sind die Personen, die Mails für diese Adresse empfangen, üblicherweise technisch versiert und wissen, wie sie mit Spam umzugehen haben (filtern, ignorieren). Außerdem gibt es eine gleichnamige Fachzeitschrift zum Thema Brief und Paket, die monatlich erscheint und außerdem jährlich das Deutsche Portobuch und das Deutsche Postmaschinenbuch herausgibt. |

Internetlexicon